Studie "Ängste der Deutschen 2014"

Die Bayern schauen optimistisch in die Zukunft

10.09.2014

Die Bürger im Freistaat schauen optimistischer in die Zukunft und sorgen sich deutlich weniger um die Politik und die Wirtschaft als noch vor einem Jahr. Das ist ein zentrales Ergebnis der R+V-Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“.

Die größten Sorgen der Menschen in Bayern im Jahr 2014: Steigende Lebenshaltungskosten, Naturkatastrophen, Pflegefall im Alter
Die größten Sorgen der Menschen in Bayern im Jahr 2014: Steigende Lebenshaltungskosten, Naturkatastrophen, Pflegefall im Alter (Grafik herunterladen).


Der Angstindex, der Durchschnitt aller langjährig abgefragten Ängste, sank im Freistaat um 2 Prozentpunkte auf 39 Prozent – und damit auf den niedrigsten Wert seit 20 Jahren. So lange schon befragt die R+V Versicherung in einer repräsentativen Studie rund 2.400 Bürger in Deutschland nach ihren größten wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Ängsten. „Am meisten Sorgen machen sich die Bundesbürger ums Geld, die Umwelt und ihre eigene Gesundheit“, so Rita Jakli, Leiterin der Konzern-Kommunikation bei der R+V Versicherung. Bei den Menschen in Bayern sind folgende Sorgen vorherrschend:

Platz 1: Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten

Bei den 16 langjährig abgefragten Ängsten steht 2014 die Furcht in Bayern vor steigenden Lebenshaltungskosten mit 57 Prozent an der Spitze.  

Platz 2: Angst vor Naturkatastrophen

Überschwemmungen durch Starkregen, Hagel, Stürme: Mit 53 Prozent liegt die Furcht der Bürger im Freistaat vor Naturkatastrophen auf Platz 2 der Ängste-Skala – gleichauf mit der Angst vor Pflegebedürftigkeit. Erstaunlich: Wie im gesamten Bundesgebiet befürchtet mit 19 Prozent nur knapp jeder fünfte Bayer, dass sein eigenes Haus durch Hochwasser, Hagel oder Sturm schwer beschädigt werden könnte. Das zeigt eine Sonderbefragung der diesjährigen Ängste-Studie. Offensichtlich sind sich die meisten Bundesbürger des hohen Unwetterrisikos durchaus bewusst, hoffen aber, dass sie und ihr Eigentum verschont bleiben.

Platz 3: Angst vor Pflegebedürftigkeit

In Deutschland gibt es immer mehr Pflegebedürftige. Dementsprechend hoch ist auch die Besorgnis, im Alter anderen als Pflegefall zur Last zu fallen. Mit 52 Prozent liegt dieses Thema im Ranking der langjährig abgefragten Ängste in Bayern auf Rang 3.

Euro-Schuldenkrise gehört weiter zu den großen Ängsten in Bayern

Seit vier Jahren ergänzt die R+V Versicherung die 16 Standardfragen der Langzeitstudie um Sonderfragen zur Euro-Schuldenkrise. Und seither überflügelt die Sorge, dass die deutschen Steuerzahler die Kosten der Schuldenkrise in der Euro-Zone schultern müssen, alle anderen Ängste. Obwohl diese Angst gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist, bleibt sie mit 63 Prozent in Bayern noch immer auf hohem Niveau.

Wirtschaftlich-politische Sorgen auf Rekordtief

Mit 10 Prozentpunkten am stärksten gesunken ist in Bayern die Angst vor einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. Sie liegt mit 46 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit Jahren.  Gering sind auch die Sorgen um die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes mit 29 Prozent und die Angst vor Arbeitslosigkeit mit 37 Prozent.



Ausführliche Informationen zur R+V-Studie "Die Ängste der Deutschen 2014"