Studie der Goethe-Universität Frankfurt

Regulierung belastet kleinere und mittlere Banken überproportional

30.09.2015

Die durchschnittlichen Regulierungskosten liegen bei kleineren und mittleren Banken oft um ein Vielfaches höher als bei großen Instituten. Das hat ein Gutachten der Goethe-Universität Frankfurt ergeben.

Vor allem im Meldewesen und im Anlegerschutz ist die Ressourcenbelastung für Regionalbanken am Größten, wie aus der Erhebung hervorgeht. Hinzu kommt, dass regulatorische Maßnahmen bei kleineren Instituten mittlerweile einen erheblichen Anteil der Arbeitszeit des Vorstandes binden.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass die Regulierung Regionalbanken stärker belastet als Großbanken. Die Politik muss endlich für faire Verhältnisse sorgen“, kommentierte GVB-Vorstand Jürgen Gros die vorgestellten Ergebnisse. Auftraggeber der Erhebung war der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) leistete inhaltliche Unterstützung.

Der BVR forderte in einer Pressemitteilung die Regulierer dazu auf, die Zielgenauigkeit ihrer Maßnahmen intensiver zu beobachten zu betrachten. Noch immer seien die Auswirkungen der Finanzmarktregulierung nicht in vollem Umfang untersucht. BVR-Präsident Fröhlich sprach sich zudem dafür aus, Gesetzesvorhaben grundsätzlich auf ihre Auswirkungen auf die Struktur des Marktes zu überprüfen.