Überdurchschnittliche Bilanzsumme bei VR-Banken in Mittelfranken

04.04.2014

Genossenschaftsbanken schlossen mit respektablen Ergebnis ab

Bilanzpressekonferenz 2014 der mittelfränkischen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Von links: Dr. Konrad Baumüller, stellvertretender GVB-Bezirkspräsident Mittelfranken, Manfred Geyer, GVB-Bezirkspräsident Mittelfranken und GVB-Regionaldirektor Friedrich Blaser. Von links: Dr. Konrad Baumüller, stellvertretender GVB-Bezirkspräsident Mittelfranken, Manfred Geyer, GVB-Bezirkspräsident Mittelfranken und GVB-Regionaldirektor Friedrich Blaser.


Die 28 Volksbanken und Raiffeisenbanken haben das Geschäftsjahr 2013 mit einem respektablen Ergebnis abgeschlossen. Das gab GVB-Bezirkspräsident Manfred Geyer bei der Bilanzpressekonferenz 2014 bekannt. Die Bilanzsumme erhöhte sich im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent und damit um 0,4 Milliarden Euro auf 12,0 Milliarden Euro.

Einen hohen Zuwachs verzeichneten die Ausleihungen. Sie konnten um 4,6 Prozent, also um 0,3 Milliarden Euro, auf 7,0 Milliarden Euro gesteigert werden. Besonders im Firmenkundengeschäft entwickelte sich die Kreditnachfrage erfreulich. Sie erhöhte sich um 5,7 Prozent, also um 0,174 Milliarden Euro, auf 3,2 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen an Privatkunden wurde um 4,4 Prozent, oder 0,154 Mrd. Euro, auf 3,6 Milliarden Euro ausgeweitet. Viele Kunden nutzen die niedrigen Zinsen insbesondere für Baufinanzierungen.

Auch bei den bilanziellen Kundengeldern ist ein überdurchschnittlicher Zufluss zu verzeichnen. Diese haben im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent oder 0,311 Milliarden Euro auf 9,2 Milliarden Euro zugelegt. Großteils bestehen die Kundengelder aus liquiden Sichteinlagen, die sich um 11,8 Prozent oder 0,473 Milliarden Euro auf 4,5 Milliarden Euro erhöht haben. Die Termineinlagen sind dagegen weiterhin rückläufig. Sie haben sich um -20,2 Prozent oder -0,259 Milliarden Euro auf 1,0 Milliarden Euro verringert. Grund dafür ist die Niedrigzinsphase.

Auch das Verbundgeschäft 2013 verlief in Mittelfranken zufriedenstellend. Insgesamt hat sich das betreute Kundenanlagevolumen um 5,3 Prozent auf 15,0 Milliarden Euro erhöht.

Zinsspanne verbessert

Die Zinsspanne der mittelfränkischen Kreditgenossenschaften hat sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Basispunkte auf 2,51 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) verringert. Grund hierfür ist auch das ordentliche Wachstum im Kreditgeschäft. Das Provisionsgeschäft ist ebenfalls leicht rückläufig. So hat sich die Provisionsspanne um 1 Basispunkt auf 0,67 Prozent der dBS verringert.

Die Betriebskosten blieben im Vergleich zum Vorjahr mit 1,98 Prozent der dBS (233 Mio. Euro) unverändert. Unter dem Strich ergibt sich eine Aufwand/Ertrag-Relation von 62,1 Prozent. Positiv ist auch: Aus der Risikovorsorge entstanden in 2013 keine Belastungen. Im Gegenteil: Hier sind Zuschreibungen in Höhe von 0,01 % der dBS (1,0 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Dieser Wert zeigt: Das Kreditbuch der mittelfränkischen Volksbanken und Raiffeisenbanken ist äußerst solide. Im Bewertungsergebnis Wertpapiere spiegeln sich die allgemeinen Schwankungen an den Märkten wider. Nach den hohen Zuschreibungen in 2012 (0,23 Prozent der dBS) ergibt sich in 2013 eine geringe Belastung von -0,10 Prozent der dBS.

Leicht rückläufige Erträge in Verbindung mit stabilen Kosten und einer überschaubaren Risikovorsorge führen zu einem Bereinigten Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 1,06 Prozent der dBS, also 125 Millionen Euro.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Mittelfranken konnten zudem ihre Eigenkapitalbasis nochmals stärken. Sie verfügen nun über eine Kernkapitalquote von 11,81 Prozent. Die gesamte Eigenmittelquote beläuft sich auf 17,70 Prozent. Die Anzahl der Mitglieder als Anteilseigner stieg in 2013 um 3,0 Prozent oder 7.975 auf knapp 278.000.

Mittelfränkische Genossenschaftsbanken bewerten Geschäftsaussichten als solide. Laut der jüngsten GVB-Konjunkturumfrage sehen sich die Kreditgenossenschaften im Regierungsbezirk in einer „guten“ oder „zufriedenstellenden“ Lage. Mit dem aktuellen Kreditgeschäft zeigt sich die überwiegende Mehrheit der mittelfränkischen Umfrageteilnehmer ebenfalls zufrieden. So bezeichnen 90 Prozent die aktuelle Kreditnachfrage im Privatkundengeschäft als hoch oder durchschnittlich. Im Firmenkundensegment äußern sich sogar 95 Prozent entsprechend.