Volksbanken und Raiffeisenbanken haben Zukunft

Götzl zur Berichterstattung von „quer“ vom 26.02.2015

27.02.2015

München, 27. Februar 2015 – Angesichts eines am 26. Februar 2015 vom Bayerischen Fernsehen in der Sendung „quer“ ausgestrahlten Beitrags stellt Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), folgendes klar:

„Es scheint derzeit in Mode zu sein, den Niedergang der Regionalbanken vorauszusehen. Soweit es um die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken geht, ist das schlichtweg verfehlt. Ihr Geschäftsmodell funktioniert. Es beruht auf der soliden Basis von mehr als 150 Jahren Markterfahrung und wird auch die Niedrigzinsphase überdauern. Die bayerischen Kreditgenossenschaften haben ihre Krisenfestigkeit in den Jahren der Finanzkrise bewiesen und werden die Herausforderungen der nächsten Jahre meistern. Das möchte ich im Sinne der 6,6 Millionen Kunden, der 2,6 Millionen Mitglieder und der mehr als 35.000 Mitarbeiter der 281 Volksbanken und Raiffeisenbanken im Freistaat deutlich klarstellen.

Natürlich setzen die anhaltend niedrigen Zinsen und die steigenden Regulierungskosten die Kreditgenossenschaften unter Druck. Es ist schwieriger geworden, auskömmliche Erträge zu erwirtschaften – bei einem zudem enormen Personal- und Sachaufwand für die von Politik und Aufsicht veranlassten regulatorischen Maßnahmen. Die Geschäftszahlen zeigen aber, dass die bayerischen Genossenschaftsbanken trotzdem sehr solide dastehen. Im vergangenen Jahr ist das Kredit- und Einlagengeschäft der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken weiter gewachsen. Das Ergebnis ist sogar leicht gestiegen und die Eigenkapitalausstattung ausgesprochen komfortabel. Detaillierte Geschäftszahlen werden wir kommende Woche bei unserer Bilanzpressekonferenz bekannt geben.

Bayerns Volksbanken und Raiffeisenbanken haben die guten Ergebnisse der letzten Jahre genutzt und sind für alle Herausforderungen gewappnet. Damit das so bleibt, werden sie weiterhin daran arbeiten, die Ertragskraft zu verbessern und die Kosten zu senken. Sie werden auch künftig daran festhalten, bayernweit vertreten zu sein. Die Genossenschaftsbanken werden ihre Leistungen unverändert fair bepreisen. Bei allem, was die bayerischen Kreditgenossenschaften tun, lassen sie sich von den Interessen ihrer Mitglieder und Kunden leiten.“

Götzl wird die Geschäftsentwicklung der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch, den 4. März 2015, im Detail erläutern.