VR Bank Dinkelsbühl

Hausbank in guten und schlechten Zeiten

Die Firma Gloning aus dem Ostalbkreis gehört in der Branche der Kranbauer zu den Weltmarktführern. Auf dem Weg dorthin gab es auch wirtschaftlich schwierige Zeiten. Doch das Unternehmen konnte sich immer auf seine Hausbank verlassen, die VR Bank Dinkelsbühl.


Dr. Christoph Glenk, Vorstandsvorsitzender der VR Bank DinkelsbühlDr. Christoph Glenk, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Dinkelsbühl



Im Ostalbkreis, einen Katzensprung von der bayerischen Grenze entfernt, residiert in der 2.000-Einwohner-Gemeinde Stödtlen die Firma Gloning. Sie stellt Spezialkrane her und gehört in diesem Bereich zu den Top-Spielern in Europa. Der Firmensitz liegt mitten im „Dreiländereck“ zwischen Württemberg, Bayerisch-Schwaben und Franken – dem Geschäftsgebiet der VR Bank Dinkelsbühl. Das mittelfränkische Institut, das aufgrund einer länderübergreifenden Fusion seine Geschäfte auch in Baden-Württemberg tätigt, ist Hausbank des Kranbauers. Für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Christoph Glenk ist die Firma Gloning das Musterbeispiel für eine langjährige und tragfähige Verbindung zwischen seiner Bank und dem Mittelstand.

Fast jeder Kran, der bei Gloning hergestellt wird, ist ein Unikat, das speziell nach den Wünschen des Kunden geplant und gefertigt wird. Bereits als Josef Gloning senior die Firma 1983 gründete, war Spezialistentum das Erfolgsgeheimnis des Betriebs.

Ursprünglich war die Firma ein Dienstleister. Sie arbeitete vorwiegend mit einem Kranbauer aus der Region zusammen, der jedoch im Jahr 1999 durch einen Konzern aufgekauft wurde, der den Kranbau einstellte. Gloning stand von heute auf morgen ohne den Hauptabnehmer seiner Dienstleistungen da. Der Senior wählte die Flucht nach vorn, warb gezielt um ehemalige Führungskräfte und Wissensträger und wurde selbst zum Kranbauer.

VR Bank Dinkelsbühl als vertrauensvoller Ansprechpartner in der Region


Mit dabei war auch die Hausbank, die VR Bank Dinkelsbühl. Ursprünglich waren die Glonings einem anderen Kreditinstitut verbunden. Doch die Genossenschaftsbank warb um das Unternehmen, das seine Geschäftsbeziehung mehr und mehr auf die damalige Volksbank verlagerte. Auch weil die Genossenschaft genau die richtige Größe hatte, um einerseits die Nähe zum Unternehmer zu halten und andererseits dem rasanten Wachstum gerecht zu werden.

Und weil sie mit der DZ Bank einen Partner im Rücken hatte, der auch größere Finanzierungen im Ausland ermöglichte. „Natürlich machen wir zuweilen auch Geschäfte mit anderen Kreditinstituten – aber die VR Bank ist definitiv das, was wir unter Hausbank verstehen“, so Gloning, „der vertrauensvolle Ansprechpartner in der Region.“

Der Betrieb wuchs schnell. „Damals schossen die Lagerhallen nur so aus dem Boden. Vor allem Standardkrane fanden reißenden Absatz – und da die Nachfrage immer weiter stieg, waren auch die Preise in Ordnung“, erzählt Gloning junior. In diesen Jahren nahm die Standardware einen immer größeren Teil an der Unternehmenswertschöpfung ein. 2008 wurde das wirtschaftlich mit weitem Abstand beste Jahr der Unternehmensgeschichte – mehr als 600 Kräne verließen die Werkshallen.

Krise und Neustart


Doch dann kam die Finanzkrise, die sich zur Wirtschaftskrise ausweitete und die gesamte Branche mit sich riss. »Während der Rezessionsphase sank die Nachfrage und damit auch der Preis für Standardkrane«, sagt der Unternehmer. Insbesondere die kleinen Akteure am Markt gerieten in schwere Wasser. Auch Gloning musste das Geschäftsmodell neu ausrichten.

Die VR-Bank Dinkelsbühl hielt zum Unternehmen: „Die großen Geschäftsbanken haben damals reihenweise ihre Firmenkunden aufgegeben. Sie sahen schließlich nur die Zahlen“, erinnert sich Glenk. „Wir waren allerdings vor Ort und konnten die Lage ein bisschen besser einschätzen. Das Unternehmen hatte ja alles, um das Ruder rumzureißen: tragfähige Ideen und fähiges und innovatives Personal.“

Hinzu kam, dass Glenk Vertrauen in die Familie Gloning hatte : „Zahlen sind die eine Seite des Bankgeschäfts, die andere ist der Handschlag – der zählt hier noch etwas“, so der Bankvorstand : „Wenn man gemeinsam ein Konzept für den Turnaround erarbeitet, dann kann man sich hier im Unternehmen sicher sein, dass sich auch an die Abmachungen gehalten wird.“

Erfolgreicher Weg zurück zu den Wurzeln der Firma Gloning


Man besann sich auf die Wurzeln des Unternehmens: „Unsere Stärke war immer das Know-how unserer Mitarbeiter“, so Gloning junior. In der Branche sei man seit fast 30 Jahren für Fachwissen und Individualität bekannt gewesen. Der Betrieb suchte zusammen mit der VR-Bank einen weiteren externen Kapitalgeber.

Heute – knapp drei Jahre später – ist der Turnaround geschafft und der Betrieb mit seinen 70 Mitarbeitern steht wieder auf einer soliden Grundlage: Gloning hat sich einen weltweiten Ruf als absoluter Experte für Spezialkrane in den Bereichen erneuerbare Energien und Logistik erarbeitet. Zudem stellt man eigene Windwerke her. „Unser Ziel ist es, in diesen Nischen zum unangefochtenen Weltmarktführer zu werden und hier gesund zu wachsen“, sagt Gloning junior. Gemeinsam mit der VR Bank Dinkelsbühl sieht man sich dabei auf dem besten Weg.


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