VR-Bank Werdenfels finanziert neue Zugspitzbahn

Deutschlands höchste Baustelle

12.02.2016

Die VR-Bank Werdenfels ist als Kreditgeber am Bau der neuen Zugspitzbahn beteiligt. Das 50-Millionen-Projekt auf Deutschlands höchstem Gipfel ist nicht nur für die Bank, sondern auch für die Region einzigartig.

Baustelle auf der Zugspitze. Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG
Deutschlands höchste Baustelle: Auf dem Gipfel der Zugspitze. Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG


Jähr­lich wollen rund eine halbe Million Menschen auf die Zugspitze – Tendenz steigend. Um den Andrang zu bewältigen, wird die Eibsee­-Seilbahn bis Dezember 2017 durch eine neue Pendel­-Seilbahn ersetzt. Bei der Finanzierung an Bord: die VR­-Bank Werdenfels. „Schon das Volumen ist ein Alleinstellungsmerkmal für sich“, sagt Vorstand Martin Sperl. Es beläuft sich auf 50 Millionen Euro. Die Kreditgenossenschaft stemmt ein gutes Drittel der Fremdfinanzierung im Eigen­portfolio. Den Rest tragen die Kreisspar­kasse Garmisch-­Partenkirchen und die Bayerische Landesbank.

Kein vergleichbares Projekt in der Region

Sperl ist auch wegen der Bedeutung der neuen Seilbahn für die Region froh, an der Finanzierung beteiligt zu sein. „Ein vergleichbares Projekt gibt es in unserem Geschäftsgebiet nicht“, so der Bankvorstand. Die neue Seilbahn wird bei ihrer Inbetriebnahme Ende 2017 gleich für drei neue Weltrekorde sorgen: Mit 127 Metern steht dann am Fuße der Zugspitze die höchste Stahlbaustütze, die jemals für eine Pendelbahn errichtet wurde. Außerdem überbrückt sie mit 1.945 Metern die größte Höhendiffe­renz dieser Seilbahnbauart und hat mit 3.213 Metern das weltweit längste freie Spannfeld.

Das Bauprojekt ist Teil der Erneue­rung der touristischen Infrastruktur in der Region. Das Skigebiet in Garmisch­-Partenkirchen wird seit einigen Jahren aufwendig modernisiert und erweitert. Dieser Schritt ist notwendig, da viele An­lagen und Lifte noch aus den 1970er­- oder 1980er­-Jahren stammen. Initialzün­dung für die Modernisierung war die al­pine Skiweltmeisterschaft im Jahr 2011. „In den letzten Jahren ist für den Winter­sport in der Region eine Menge pas­siert“, sagt Sperl. Die neue Eibsee­-Seilbahn ist gewissermaßen die Krönung der Entwicklung. Sperl: „Das ist ein Prestige­-Objekt.“

Die alte Seilbahn ist bereits seit 1963 in Betrieb. Wer noch einmal mit ihr auf die Zugspitze fahren möchte, hat aber noch Zeit: bis zum Mai 2017 verkehrt sie wie gewohnt. Erst dann wird sie, nach 54 Betriebsjahren, auf ihre letzte Fahrt ge­schickt. Diese Entwicklung hat die Tiro­ler Zugspitzbahn schon genommen: In den 1990er­-Jahren wurde die 1926 er­richtete Seilbahn modernisiert und ihre Kapazität erweitert.

VR-Bank Werdenfels reagierte schnell und flexibel

Zum bisher reibungslosen Verlauf der Bauarbeiten hat auch die VR-Bank Werdenfels beigetra­gen. Das Kreditinstitut hat seine lokale Verbundenheit in den letzten Jahren be­sonders herausgestellt. „Wir haben uns in der Region als verlässlicher Finanz­partner einen guten Namen erarbeitet“, erklärt Sperl. Das war ausschlaggebend, um bei der Finanzierung des Vorhabens dabei sein zu können. Auch einige pri­vate Großbanken hatten Interesse signa­lisiert. Die Entscheidung fiel dann aber auf die VR­-Bank, die Sparkasse und die Landesbank. 


Der vollständige Artikel ist in der Februar-Ausgabe von „Profil - das bayerische Genossenschaftsblatt“ erschienen.


Impressionen von der Zugspitzbahn-Baustelle