Wandern in Bayern

Genossenschaftliche Almen im Freistaat

30.08.2016

Bayern gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Deutschland, nicht zuletzt wegen seiner Berge. Die schönsten genossenschaftlichen Almen im Überblick.


Stepbergalm (1.590 m)

Stepberg Alm. Foto: Thomas Huber, Grainau
Foto: Thomas Huber, Grainau

Die Stepbergalm gehört der Forst- und Weiderechtlergenossenschaft Garmisch. Am einfachsten erreicht sie der Wanderer von Untergrainau aus. Die gleichnamige Haltestelle der Deutschen Bahn ist nur wenige Meter vom Startpunkt entfernt. Wer mit dem Auto über Garmisch-Partenkirchen kommt, wählt am besten den Parkplatz am Herrgottschrofen (740 m) direkt an der B 23. Ein Steg führt über die Loisach, dann geht es wenige 100 Meter weiter auf dem Kramerplateauweg, ehe ein gelbes Schild den Wanderer auf Weg Nr. 261 über das „Gelbe Gwänd“ zur Stepbergalm leitet.

Für den Rückweg bietet sich der Kreuzweg (Nr. 259) an. An einigen Stellen sind die Steige etwas ausgesetzt, für trittsichere Wanderer aber kein Problem. Für Auf- und Abstieg sollten jeweils zwei Stunden eingeplant werden. Gute Kondition ist von Vorteil, immerhin sind 850 Höhenmeter zu bewältigen. Festes Schuhwerk ist Pflicht. Kinder sollten bereits Bergerfahrung haben. Eine schöne Alternative an kühlen Tagen (volle Sonne in der Südflanke) ist die Route über den Kramersteig (Weg Nr. 255).

Weitere Infos zur Stepbergalm



Enning-Alm (1.540 m)


Die Forst- und Weiderechtlergenossenschaft Garmisch besitzt nicht nur die Stepbergalm, sondern im gleichen Weidegebiet auch noch die von Juli bis Mitte September bewirtschaftete Enning-Alm. Wer zeitig aufbricht, erreicht sie von der Stepbergalm aus auf einem schönen Rundweg, für den ohne Rast zwei bis drei Stunden einkalkuliert werden müssen. Über diese Route erreicht man auch zwei sehr schöne Aussichtsberge: den Hohen Ziegspitz (1.864 m) und den Hirschbichel (1.935 m). Von beiden Gipfeln hat man einen hervorragenden Ausblick auf das Wetterstein-Gebirge von der Alpspitze bis zur Zugspitze.


Stoißer Alm (1.270 m)

Stoißer Alm. Foto: RoHa-Fotothek Fürmann
Foto: RoHa-Fotothek Fürmann


Hinter der Stoißer Alm (geöffnet von Mai bis Oktober) auf dem 1.334 Meter hohen Teisenberg steht die Almgenossenschaft Freidling. Nicht nur Wanderer wissen die Alm zu schätzen, sondern auch Radfahrer. Für Mountainbiker gehört die Tour auf die Alm, entweder von Anger oder von Teisendorf aus, zu den Klassikern im Berchtesgadener Land. Ideal geeignet ist die Stoißer Alm für Familien mit Kindern.

„Von allen Seiten führen gut hergerichtete Wege auf den frei stehenden Teisenberg“, sagt Almvorstand Heinrich Koch und lobt den Ausblick: „Von dort aus haben Sie einen herrlichen Panoramablick nach Salzburg und in die bayerische und österreichische Bergwelt.“ Auf der Stoißer Alm gibt es bodenständige Brotzeiten und Übernachtungsmöglichkeiten.

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Hefteralm (1.020 m)


Hefteralm bei Grassau im Chiemgau

Die Hefteralm bei Grassau im Chiemgau (bewirtschaftet von Anfang Mai bis Mitte Oktober) wird von Irmi und Sepp Guggenbichler geführt. Die Hefteralm ist im Besitz der Kaltblutpferdezuchtgenossenschaft Traunstein. Auf der Alm leben nicht nur Milchkühe, Kaltblutpferde und Jungvieh, sondern auch Ziegen und vor allem Mini-Shettys – das sind besonders kleine Shetland-Ponys.

Der kürzeste Weg auf die Alm führt über Grassau und Strehtrumpf (letzte Parkmöglichkeit) und ist bei Familien beliebt, für Kinderwagen aber nicht geeignet.

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Giebelhaus (1.090 m)


Giebelhaus bei Bad Hindelang im Allgäu

Wer im Allgäu Urlaub macht, sollte neben einer Tour durch die genossenschaftlich geführte Breitachklamm bei Oberstdorf dem Giebelhaus im Hintersteiner Tal bei Bad Hindelang einen Besuch abstatten. 1928 begann die Giebelhaus-Genossenschaft mit dem Bau des Gasthauses, 1998 räumte sie dem Pächter Walter Schmid ein Erbbaurecht ein.

Das Giebelhaus (ganzjährig geöffnet) ist idealer Ausgangs- und Endpunkt zahlloser Wanderungen und Bergtouren inmitten des Naturschutzgebietes Allgäuer Hochalpen. Eine Radtour oder Wanderung mit anschließender Einkehr bietet sich zu jeder Jahreszeit an. Das Giebelhaus ist von Hinterstein aus in eineinhalb Stunden zu Fuß oder mit dem Linienbus erreichbar.

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