Wasserversorgung Lampenricht eG

Wie aus einer GbR eine eG wurde

16.11.2017

In der Oberpfalz gibt es eine neue Wassergenossenschaft: Die Wasserversorgung Lampenricht eG im Landkreis Schwandorf kümmert sich darum, dass in den örtlichen Haushalten das Trinkwasser läuft. Das Unternehmen gibt es schon länger, das Kürzel eG aber seit dem Sommer. Vorstandsvorsitzender Johann Zeus erklärt, wie es dazu kam.

Hände waschen unter laufendem Wasserhahn über einem Waschbecken
Die Wasserversorgung Lampenricht eG kümmert sich darum, dass in den örtlichen Haushalten das kühle Nass aus dem Hahn läuft.



Die Wasserversorgung Lampenricht ist eine Nachfolgerin der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft GbR mbH. Zu diesem Zusammenschluss gehören Bürger der Orte Lampenricht, Ziegelhäuser und Boxmühle und mehrere kleine Gewerbebetriebe in den genannten Orten. Um als Wasserversorger Rechtssicherheit zum Beispiel bei Haftungsfragen zu haben, standen die Beteiligten vor der Entscheidung, eine neue Rechtsform zu gründen. In die nähere Auswahl fielen die GmbH und die Genossenschaft. 

Die Verantwortlichen der Wasserversorgung stellten beide Möglichkeiten gegenüber. Daraufhin habe sich herausgestellt, dass eine GmbH für diese Zwecke nicht das richtige ist, erklärt der Vorstandsvorsitzende. „Ich kenne keine GmbH, die fünfzig Gesellschafter oder noch mehr hat - bei einer Genossenschaft ist das ohne Weiteres möglich“. Außerdem wäre es schwierig geworden, das Mindestkapital für eine GmbH aufzubringen. Und ein weiterer Vorteil der Genossenschaft war der Aspekt der Haftung: Denn bei der eG lässt sich die Nachschusspflicht ausschließen, so dass Mitglieder bei Verlusten nicht haften müssen. 

Derzeit hat die Genossenschaft rund 40 Mitglieder und etwa 65 Wasseranschlussnehmer mit einem Verbrauch von etwa 7.000 Kubikmeter pro Jahr. „Wir hoffen aber, dass in nächster Zeit noch einige dazukommen“, sagt Zeus.