Windkraft in Bayern

Spielräume bei neuer Abstandsregelung von Windkrafträdern nutzen

13.11.2014

Der Bayerische Landtag hat den Gesetzesentwurf zur Änderung der Bayerischen Bauordnung beschlossen (sogenannte 10 H-Regelung). Der GVB plädiert dafür, dass die neuen Regeln verantwortungsvoll genutzt werden, um Wind als Energiequelle weiterhin zu erhalten.

WindradDie Abstandsregelung für Windkraftanlagen, auch 10 H-Regelung genannt, schreibt vor, dass die Entfernung von Windrädern zur Wohnbebauung mindestens das Zehnfache der Gesamthöhe der Anlage betragen muss. 


Der Bayerische Landtag hat den Gesetzesentwurf zur Änderung der Bayerischen Bauordnung beschlossen (sogenannte 10 H-Regelung). Danach soll der Abstand von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung im Freistaat grundsätzlich mindestens das Zehnfache der Gesamthöhe der Windkraftanlage betragen. Es gilt Vertrauensschutz für Anlagen, für die vor dem 4. Februar 2014 vollständige bau- oder immissionsschutzrechtliche Genehmigungsanträge gestellt wurden. Zudem wird für bereits bestehende Konzentrationsflächennutzungspläne Bestandsschutz garantiert. In der praktischen Umsetzung kommt es nun darauf an, dass die Beteiligten der Energiewende die Möglichkeiten der neuen Regelungen vollständig nutzen.

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn eine weitere Erschließung regenerativer Energien im Konsens mit der Bevölkerung erfolgt. Laut einer Umfrage von TNS Emnid befürworten rund 76 Prozent der Bürger einen verstärkten Ausbau der Windkraft in Bayern an verschiedenen Orten. Deshalb sollte der Bau von Windkraftanlagen im Freistaat dort weiterhin wirtschaftlich möglich bleiben, wo die Bevölkerung das wünscht. Der GVB plädiert dafür, dass die entsprechenden Möglichkeiten auch unter der neuen Regelung verantwortungsvoll genutzt werden.