Zwei Tage Sport, Party und gute Laune

17.02.2020

2.000 Genossenschaftler aus Bayern und Baden-Württemberg feiern in Garmisch-Partenkirchen 50 Jahre GENO-Winterspiele. Gemessen wurde sich in den Disziplinen Ski Alpin, Snowboard, Biathlon, Rodeln und Eisstockschießen.

Wie immer versorgte das „Bayerische Raiffeisenblatt“ seine Leser auch in der Weihnachtsausgabe vom 15. Dezember 1970 mit wichtigen Informationen. Neben den Weihnachtsgrüßen des Bayerischen Raiffeisenverbands und einem Aufsatz „Zur Problematik der gegenwärtig hohen Zinssätze“ wurde auf den ersten Seiten auch ein „Skiwettbewerb der Raiffeisenorganisation“ angekündigt.

Wörtlich heißt es dort: „Unter dem Motto ,Raiffeisengemeinschaft und Sport‘ findet am Samstag, 6. Februar 1971, in Oberammergau ein Riesentorlauf (500 m Höhenunterschied) statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mitgliedsgenossenschaften, der zentralen Geschäftsanstalten und des Bayerischen Raiffeisenverbandes.“ Die Startgebühr betrug zehn D-Mark. Angekündigt wurde außerdem ein „Bayerischer Abend“ in Oberammergau.

Gäste aus Baden-Württemberg zum 20. Mal dabei

Im Laufe der Zeit verschwanden die D-Mark und die Zinsen, aber die GENO-Winterspiele gibt es immer noch. Bei der diesjährigen Veranstaltung am 14. und 15. Februar in Garmisch-Partenkirchen feierten die Teilnehmer gleich ein Doppeljubiläum: Die GENO-Winterspiele fanden zum 50. Mal statt und zum 20. Mal sind auch die Mitgliedern des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV) dabei.


Die Jubiläumsausgabe der Geno-Winterspiele  - der GVB trug die Veranstaltung zum 50. Mal, der BWGV zum 20. Mal aus - war geprägt von sportlichen Höchstleistungen und guter Laune.

Auch die Teilnehmerzahl hat sich mit der Zeit vervielfacht. Inzwischen kommen Jahr für Jahr gut 2.000 Wintersportler und Zuschauer von bayerischen und baden-württembergischen Genossenschaften zu den GENO-Winterspielen, um sich in den Disziplinen Ski Alpin, Snowboard, Biathlon, Rodeln (Minibob) und Eisstockschießen zu messen und gemeinsam zu feiern. Alle Sportergebnisse der GENO-Winterspiele 2020 sind unter www.geno-winterspiele.de zu finden.

Von Oberammergau bis Garmisch-Partenkirchen

„Der ganze Saal voller Genossenschaftler. Einfach toll“, schwärmte Walter Beller, als er am Samstag die Teilnehmer der GENO-Winterspiele im Kongresshaus Garmisch-Partenkirchen zum Skiball begrüßte. Der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Werdenfels verwies darauf, dass der erste Wettbewerb von der Raiffeisenbank Oberammergau organisiert worden war, die heute Teil der VR-Bank Werdenfels ist. „So schließt sich der Kreis.“

Sein Kreditinstitut habe die GENO-Winterspiele bereits acht Mal ausgetragen, davon fünf Mal in seiner Zeit als Vorstand, berichtete Beller. „Und wir werden es wieder tun“, kündigte er an. Zunächst übernimmt jedoch die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee den Stab bei der Organisation. Die 51. GENO-Winterspiele werden am 5. und 6. Februar 2021 in Inzell und Ruhpolding stattfinden.

Alle fühlen sich wohl und haben gute Laune

Am späten Samstagabend freuten sich Kathrin Hein und Maren Höhn von der VR-Bank Werdenfels über ein gelungenes Sportwochenende. Im Vorfeld und während der Veranstaltung dirigierten sie 120 Helfer von der Bank, damit es den Teilnehmern im Sponsoren-Dorf am Fuße der großen Olympiaschanze, bei den sportlichen Wettbewerben und bei den Abendveranstaltungen im Kongresshaus an nichts fehlt.

Die Wintersportvereine aus Garmisch-Partenkirchen und vom Biathlon-Zentrum in Kaltenbrunn stellten noch einmal die gleiche Zahl an Helfern für die Sportveranstaltungen. Heins Fazit nach der Siegerehrung:

„Sportveranstaltungen sind im Bankensektor eher die Ausnahme. Deshalb ist das immer eine schöne Herausforderung. Abgesehen davon stärkt das auch den Zusammenhalt in der Bank, wenn das Team gemeinsam die Organisation stemmt“, sagt die Marketing-Chefin der VR-Bank Werdenfels.

Trotzdem war vor allem die Woche vor den GENO-Winterspielen für Hein ziemlich stressig. „Wir haben täglich geschaut, wie das Wetter wird“, erzählt sie. Denn der bisherige milde Winter ließ den wenigen Schnee, den es bis dahin im Werdenfels gegeben hatte, schnell dahinschmelzen. „Im Biathlon-Zentrum in Kaltenbrunn mussten wir wegen Schneemangel die Strecke verkürzen. Trotzdem haben wir es geschafft, dass alle Disziplinen stattfinden können“, sagt Hein.

„Jugendliche Aufgeschlossenheit“ der Teilnehmer

Es wird ein kleiner Trost für Hein sein, dass auch die Organisatoren des ersten „Skiwettkampfs der Raiffeisenorganisation“ 1971 in Oberammergau mit Schneemangel zu kämpfen hatten. Davon berichtet das „Bayerische Raiffeisenblatt“ vom 15. März 1971 und zieht insgesamt eine sehr positive Bilanz: der ersten GENO-Winterspiele von Oberammergau 1971. „Dass trotz dieser Schwierigkeiten der Skiwettkampf auf Anhieb ein voller Erfolg wurde, zeugt von der jugendlichen Aufgeschlossenheit, der Begeisterungsfähigkeit und dem Idealismus der Teilnehmer.“

So schließt sich der Kreis von den ersten bis zu den 50. GENO-Winterspielen gleich auf mehreren Ebenen: Nicht nur bei der ausrichtenden Bank, sondern auch bei den milden Wintern, die den Organisatoren der GENO-Winterspiele immer mal wieder schlaflose Nächte bereiten. Doch die „jugendliche Aufgeschlossenheit, die Begeisterungsfähigkeit und der Idealismus der Teilnehmer“ machen das alles wieder wett. Das war 1971 in Oberammergau so, das war 2020 in Garmisch-Partenkirchen so, und das wird auch im nächsten Jahr in Inzell so sein.

Save the date: GENO-Winterspiele 2021 in Inzell und Ruhpolding

Die nächsten GENO-Winterspiele finden am Freitag und Samstag, 5. und 6. Februar 2021, in Inzell und Ruhpolding statt. Veranstalter wird die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee sein. Eine Anmeldung ist ab Herbst 2020 möglich. Die genauen Anmeldefristen und weitere Informationen werden rechtzeitig auf der Webseite der GENO-Winterspiele unter www.geno-winterspiele.de bekanntgegeben.