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Presseschau
09.10.2026

Der GVB in der „Börsen-Zeitung“, „Deutschen Presse-Agentur“ und „Münchner Merkur“

Mit einem Gastbeitrag meldet sich Stefan Müller in der „Börsen-Zeitung“ zu Wort. Zudem berichteten mehrere Medien über die „Finanzplatz München Initiative“, deren Vorsitz Müller übernimmt.

„Börsen-Zeitung“: Europas Regionalbanken brauchen passgenaue Regulierung
 

In einem Gastbeitrag für die „Börsen-Zeitung“ fordert GVB-Präsident Stefan Müller ein eigenständiges europäisches Regulierungsregime für kleine und risikoarme Regionalbanken. Vor dem Hintergrund hoher Investitionsbedarfe für Digitalisierung, Klimatransformation und Wettbewerbsfähigkeit Europas betont er die zentrale Rolle regionaler Institute bei der Finanzierung des Mittelstands.

Müller kritisiert, dass die bestehende Bankenregulierung die unterschiedlichen Geschäftsmodelle im europäischen Bankensektor unzureichend berücksichtige. Sie setze „Äpfel mit Birnen gleich“, da sie vielfach Anforderungen auf Regionalbanken anwende, die ursprünglich für global tätige Großbanken entwickelt worden seien. 

Positiv bewertet der GVB-Präsident, dass die EU-Kommission den Reformbedarf grundsätzlich anerkenne und künftig stärker zwischen großen Banken und kleinen, nicht komplexen Instituten unterscheiden wolle. Der Kommission fehle jedoch der Mut zu einem echten Systemwechsel, da sie weiterhin auf Ausnahmen innerhalb des bestehenden Regelwerks statt auf einen eigenständigen Regulierungsrahmen setze.

Nach Ansicht Müllers bindet die zunehmende Regulatorik erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen in den Banken. Diese Mittel fehlten anschließend bei der Kreditvergabe, der Finanzierung von Innovationen sowie bei Zukunftsaufgaben wie Digitalisierung und Cybersicherheit. Dies wirke sich zunehmend auch auf die Realwirtschaft aus.

Als Vorbild nennt Müller Aufsichtsmodelle in den USA, Großbritannien und der Schweiz. Den Vorschlag von BaFin und Bundesbank für ein eigenes Kleinbankenregime lobt er als „grundlegend anderen Ansatz“, der unter anderem vereinfachte Meldeanforderungen, schlankere Aufsichtsverfahren und weniger aufwändige Stresstests vorsehe. Zudem fordert er eine Anhebung der Bilanzsummengrenze für die Teilnahme an einem solchen Regime auf mindestens zehn Milliarden Euro sowie eine regelmäßige Inflationsanpassung der Schwellenwerte.

Kritisch äußert sich Müller zudem zu Überlegungen einer stärkeren europäischen Vergemeinschaftung von Risiken in der Einlagensicherung. Bewährte nationale Sicherungssysteme wie die Sicherungseinrichtung der Genossenschaftsbanken hätten ihre Stabilität über Jahrzehnte bewiesen und dürften weder in ihrer Funktionsfähigkeit eingeschränkt noch finanziell für andere Systeme in Anspruch genommen werden.

Abschließend betont der GVB-Präsident, ein europäisches Kleinbankenregime sei „weit mehr als eine Bankenfrage“. Es gehe um die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit Europas und darum, Regulierung so auszugestalten, dass Risiken wirksam begrenzt werden, ohne leistungsfähige Strukturen unnötig zu belasten.

Link zur Vorschau

Finanzplatz München Initiative kündigt Neustart an

Die „Finanzplatz München Initiative“ (fpmi) will ihre Aktivitäten ausbauen und die bayerische Landeshauptstadt wieder stärker als Finanzstandort profilieren. Wie die „Deutsche Presse-Agentur“ berichtet, hat sich die im Jahr 2000 gegründete Initiative in einen Verein umgewandelt. Zum Vorsitzenden wurde GVB-Präsident Stefan Müller gewählt.

Die Initiative geht auf einen Vorstoß des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zurück, der München zu einem international bedeutenden Finanzplatz entwickeln wollte. Die Hoffnungen stützten sich unter anderem auf die damalige Hypovereinsbank, die BayernLB sowie die später ausgegliederte Immobilienbank Hypo Real Estate.

Die ehrgeizigen Pläne hätten sich jedoch nicht erfüllt, schreibt die Nachrichtenagentur. Die Hypovereinsbank wurde bereits 2005 von der italienischen Unicredit übernommen, die Hypo Real Estate nach der Finanzkrise verstaatlicht und abgewickelt. Die BayernLB geriet nach der Übernahme der österreichischen Hypo Alpe Adria in eine langjährige Krise.

Eine eigenständige international bedeutende Großbank existiert in Bayern heute nicht mehr. Gleichzeitig weist die „dpa“ darauf hin, dass sich die BayernLB inzwischen wirtschaftlich erholt habe und München vor allem durch die großen Versicherungskonzerne Allianz und Munich Re internationale Bedeutung in der Finanzbranche besitze.

Mit der Neuausrichtung als Verein wolle die „Finanzplatz München Initiative“ dazu beitragen, die Sichtbarkeit und Attraktivität Münchens als Finanzstandort wieder stärker in den Fokus zu rücken.

 Meldung im „Nordbayerischen Kurier“ lesen

Auch die „Börsen-Zeitung“ und der „Münchner Merkur“ berichten über die Neuaufstellung der Finanzplatz München Initiative. Die im Jahr 2000 gegründete Initiative habe sich von einem Netzwerk zu einem eingetragenen Verein entwickelt und wolle den Finanzstandort München künftig stärker positionieren. Zum Vorsitzenden sei für zunächst zwei Jahre Stefan Müller, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, gewählt worden.

Wie die „Börsen-Zeitung“ schreibt, folgt Müller auf Andreas Schmidt, Vorstand der Bayerischen Börse AG und Geschäftsführer der Börse München, der seit 2012 als Sprecher der Initiative aktiv war. Mit der neuen Vereinsstruktur erhalte die Initiative eine feste organisatorische Grundlage. „In der Vereinsstruktur werden wir die Aktivitäten deutlich ausbauen und neue Formate der Interessenvertretung entwickeln“, wird Müller zitiert.

Geplant seien unter anderem Fachveranstaltungen, Netzwerkformate und Delegationsreisen. Weitere Vorstandsmitglieder sind Matthias Dießl, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, sowie Markus Juppe, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern. Nach Angaben der „Börsen-Zeitung“ zählt der Verein derzeit 17 ordentliche und fünf fördernde Mitglieder.

Der „Münchner Merkur“ bezeichnet die Initiative als ein „fast vergessenes Erbstück der Ära Edmund Stoiber“, das nun wieder Lebenszeichen von sich gebe. Ziel sei es, die bayerische Landeshauptstadt als Standort der Finanzbranche wieder stärker zur Geltung zu bringen. 
 

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