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Presseschau
25.03.2026

Bilanzpressekonferenz in den Medien

Über die Geschäftszahlen 2025 der bayerischen VR-Banken berichteten „dpa“, „Handelsblatt“, „Börsen-Zeitung“, „BR24“ sowie Regionalzeitungen und Online-Medienportale.

„Deutsche Presse-Agentur“ (dpa)
 

Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken steigen vorsichtig in das Geschäft mit Kryptowährungen ein, berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) im Nachgang zur gestrigen Pressekonferenz. In Kürze solle in der VR-Banken-App ein Angebot namens „meinKrypto“ für den Kauf und Verkauf digitaler Währungen verfügbar sein. Die Institute würden das Angebot jedoch nicht aktiv bewerben, sondern lediglich Aufträge von „Selbstentscheidern“ ausführen. „Es ist so, dass wir in dem Bereich Kryptowährungen nicht operatives Geschäft forcieren“, wird GVB‑Prüfungsvorstand Alexander Leißl in der Agenturmeldung zitiert.

In Bayern gebe es insgesamt 175 Volks- und Raiffeisenbanken; bislang bietet laut GVB nur eine bayerische Genossenschaftsbank, die VR-Bank Bayern Mitte in Ingolstadt, Bitcoin-Wallets an. Zugleich betont der Verband, dass Kryptoangebote aus seiner Sicht „zum ganzheitlichen Bankangebot“ gehörten.

Ungeachtet wirtschaftlicher Krisen hätten sich die bayerischen Genossenschaftsbanken wirtschaftlich stabil entwickelt. Das Vorsteuerergebnis habe im vergangenen Jahr bei gut 1,8 Milliarden Euro gelegen, die Bilanzsumme sei um 2,9 Prozent auf 216,4 Milliarden Euro gestiegen. Auch eine Verschärfung der Krise beim Agrarhandelskonzern BayWa, an dem die VR-Banken beteiligt sind, sei verkraftbar, erklärte GVB‑Präsident Stefan Müller: „Auch wenn die Lage bei der BayWa noch herausfordernder würde, würde dadurch alleine jedenfalls eine bayerische Volksbank oder Raiffeisenbank nicht in eine Schieflage geraten.“

Die Meldung erschien unter anderem in „Der Neue Tag“, hier ist sie auf „n-tv“ nachzulesen.

„Bayerischer Rundfunk/BR24“

Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken seien „Leuchttürme in wirtschaftlich düsteren Zeiten“, berichtet „BR24“. Sie hätten im vergangenen Jahr ihren Gewinn gesteigert und würden trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zuversichtlich nach vorn blicken. Die 175 Institute im Freistaat hätten ihren Gewinn von 2,0 auf 2,2 Milliarden Euro erhöht, was vor allem auf ein deutlich gestiegenes Zinsergebnis zurückgeführt wird. Trotz internationaler Risiken wie dem Iran-Krieg und stark gestiegener Ölpreise sehe GVB‑Präsident Stefan Müller derzeit keinen Anlass, die Prognosen zu korrigieren; „keine signifikanten Steigerungen, keine Senkungen allerdings auch nicht“, wird Müller zitiert.

Insgesamt rechneten die bayerischen Genossenschaftsbanken auch 2026 mit weiter steigenden Erträgen, so der Bericht. Belastend wirke jedoch weiterhin die Krise beim Mischkonzern BayWa, an dem die Institute beteiligt sind. Laut Müller hätten die bayerischen und österreichischen Anteilseigner bereits 550 Millionen Euro zur Stabilisierung der BayWa beigetragen; die Krise sei jedoch noch nicht abgeschlossen.

Börsen-Zeitung“

Die Krise des genossenschaftlichen Agrarhandelskonzerns BayWa werde die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken stärker belasten als bislang angenommen, berichtet auch die „Börsen-Zeitung“. GVB-Präsident Stefan Müller habe auf der Jahrespressekonferenz eingeräumt, dass den Primärbanken wegen Verzögerungen im Sanierungsplan weitere Wertberichtigungen auf ein Schuldscheindarlehen empfohlen worden seien, ohne eine konkrete Höhe zu nennen. Anlass sei eine Pflichtmitteilung der BayWa, wonach der Restrukturierungsplan wegen des verzögerten Verkaufs der Energietochter überarbeitet werden müsse, was auch eine Nachbesserung des Sanierungsgutachtens erforderlich mache.

Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken hielten über die Bayerische Raiffeisen‑Beteiligungs‑AG 36,5 Prozent des Grundkapitals der BayWa und seien damit Teil der genossenschaftlichen Mehrheitseigentümer. Bereits im Jahresabschluss 2024 hätten die Institute 60 Prozent eines Schuldscheindarlehens von insgesamt 220 Millionen Euro abgeschrieben, was einer Belastung von 132 Millionen Euro entsprochen habe. Aufgrund des kaufmännischen Vorsichtsprinzips müssten die Banken nun nachlegen, da „das Thema BayWa für uns nicht abgeschlossen“ sei, wird Müller zitiert; im schlimmsten Fall drohe sogar eine nahezu vollständige Abschreibung. Zugleich betonte Müller, die Krise sei für die 175 Volks- und Raiffeisenbanken im Freistaat nicht existenzgefährdend, da „die Stabilität der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken nicht von der Entwicklung bei der BayWa abhängt“ und die Institute solide kapitalisiert seien.

„Handelsblatt“

Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken rechnen mit weiteren Abschreibungen auf ihre Kredite an dem angeschlagenen Agrarkonzern BayWa, schreibt das „Handelsblatt“. Verbandspräsident Stefan Müller habe auf der Bilanzpressekonferenz gesagt, man würde den Banken nahelegen, „gegenüber den Abschreibungen, die bereits auf die Schuldscheine erfolgt sind, einen weiteren angemessenen Sicherheitspuffer einzuplanen“. Insgesamt würden die 175 bayerischen Genossenschaftsbanken BayWa‑Schuldscheindarlehen von rund 200 Millionen Euro halten, auf die bereits vor einem Jahr Wertberichtigungen von etwa 60 Prozent vorgenommen worden seien. Anlass für die erneute Vorsicht sei, dass BayWa vor zwei Wochen ihre bisherigen Sanierungspläne habe verwerfen müssen, unter anderem wegen der schwierigen Lage der Tochter BayWa Re im Solar- und Windkraftgeschäft. Der Artikel verweist darauf, dass die Banken über ihre Beteiligungsgesellschaft BRB mit rund einem Drittel der Aktien größter Anteilseigner von BayWa seien und daher besonders betroffen blieben. Die BayWa habe 2024 sei nach einer riskanten Expansion und hohen Schulden nur durch einen finanziellen Kraftakt von Eigentümern und Banken gerettet worden. In den vergangenen 24 Monaten hätten die beiden Haupteigner laut Müller rund 550 Millionen Euro über Kapitalerhöhungen und Darlehen bereitgestellt, während nun erneut über weitere Sanierungsmaßnahmen und mögliche Kreditverzichte der Banken verhandelt werde, wie das Unternehmen erklärte.

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„Münchner Merkur“

Die Krise des Münchner Agrarkonzerns BayWa belastet die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken stärker als bislang erwartet, berichtete auch der „Münchner Merkur“. GVB-Präsident Stefan Müller erklärte auf der Jahrespressekonferenz in München, die Banken müssten weitere „Anpassungen“ in ihren Bilanzen vornehmen, da neue Risiken insbesondere bei der Tochtergesellschaft BayWa re bestünden. Zugleich betonte Müller, dass die Situation für die Institute keine existenzielle Bedrohung darstelle, da „alleine dadurch jedenfalls eine bayerische Volksbank oder Raiffeisenbank nicht in eine Schieflage geraten“ würde. Die Banken starteten zudem gestärkt ins neue Jahr, nachdem sie ihr operatives Ergebnis 2025 um 7,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gesteigert hätten. Das Vorsteuerergebnis habe mit gut 1,8 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahreswert gelegen, was Müller zufolge unter anderem auf ein Kreditwachstum von 3,8 Prozent auf 147,7 Milliarden Euro zurückzuführen sei. Trotz geopolitischer Risiken und schwächerer Konjunkturaussichten rechne der Verband auch 2026 mit guten Geschäften und „weiterhin steigenden Erträgen“, wird Müller weiter zitiert.

„Mediengruppe Bayern“

Die „Mediengruppe Bayern“, zu der unter anderem die „Passauer Neue Presse“, „Donaukurier“ und „Mittelbayerische Zeitung“ gehören, titelt anlässlich der gestrigen Pressekonferenz: „Neuer Rekord beim operativen Ergebnis“. Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken hätten sich im Geschäftsjahr 2025 trotz eines schwierigen Umfelds erfolgreich behauptet und ihr operatives Ergebnis um 7,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gesteigert, was ein neues Allzeithoch darstelle. Das Ergebnis vor Steuern habe mit knapp über 1,8 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahresniveau gelegen, habe GVB‑Präsident Stefan Müller in München berichtet. Die Bilanzsumme der 175 Institute sei um 2,9 Prozent beziehungsweise rund sechs Milliarden Euro auf 216,4 Milliarden Euro gewachsen, während das Kernkapital absolut von 20,9 auf 22,2 Milliarden Euro zugenommen habe. Trotz eines leichten Rückgangs der Kernkapitalquote auf 17,1 Prozent seien die Banken weiterhin solide aufgestellt, hieß es. Die Kreditvergabe sei insgesamt um 3,8 Prozent auf 147,7 Milliarden Euro gestiegen, wobei das Firmenkundengeschäft moderat und das Privatkundengeschäft deutlich stärker gewachsen sei.

Vor allem Wohnungsbaukredite hätten zugelegt; das Neugeschäft habe 2025 rund 17,3 Milliarden Euro erreicht und damit etwa 30 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen. „Solide aufgestellte mittelständische Unternehmen erhalten weiterhin Kredite“, wird GVB‑Vorstandsmitglied Alexander Leißl zitiert, der zugleich mehr Neubauaktivität forderte. Müller mahnte trotz guter Zahlen zu Reformen und betonte, „ohne Reformen, spürbaren Bürokratieabbau, steuerliche Entlastungen, wettbewerbsfähige Energiekosten und mehr unternehmerische Freiheit wird nachhaltiges Wachstum nicht gelingen“. Kritisch habe er sich zum digitalen Euro geäußert und erklärt, „Notenbanken dürfen keine konkurrierenden Zahlungssysteme zu privatwirtschaftlichen Lösungen aufbauen“. 

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