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Finanzielle Bildung fördert die individuelle Fähigkeit, Finanzprodukte, -konzepte und -risiken zu verstehen und darauf aufbauend informierte Entscheidungen für das eigene finanzielle Wohlergehen zu treffen.
In Deutschland besteht ein Defizit: Nur 62 Prozent können Grundfragen zu Zins, Inflation und Aktien beantworten. Zentrale Ursachen sind fehlendes Wissen und Unsicherheiten im Umgang mit Finanzprodukten. Im Unterschied zur Sparbuch-Ära stehen jungen Menschen heute vielfältige Investitionsmöglichkeiten offen, weshalb Finanzbildung umso wichtiger ist – nicht zuletzt zur Prävention von Altersarmut. Dennoch geben gerade junge Menschen in Umfragen häufig an, in der Schule nicht ausreichend auf finanzielle Entscheidungen vorbereitet worden zu sein.
In Bayern ist finanzielle Bildung Teil übergreifender Konzepte, ohne als verbindlicher Schwerpunkt in allen Schularten ausgestaltet zu sein. Die Vermittlung erfolgt je nach Schulart und individuellen Schulweg bislang nur punktuell.