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Modul 2: Parametercheck Zinsänderungsrisiko

Regulatorische Sicherheit und Effizienz: Mit VR-Risikomanagement-Audit Risiken steuern und Bankprozesse optimieren.

Einleitung & Überblick

Ziel der Überprüfung des Zinssänderungsrisikos (ZÄR) ist es, die bestehenden Parametrisierungen hinsichtlich ihrer Aktualität, Angemessenheit und Steuerungsrelevanz zu analysieren und – wo erforderlich – fundierte Anpassungsempfehlungen abzuleiten. Die Analyse erfolgte auf Basis bankindividueller Daten, historischer Zeitreihen, strategischer Produktausrichtungen sowie unter Berücksichtigung aktueller aufsichtsrechtlicher Anforderungen (u.a. EBA-Leitlinien).

Kurzum:
Die Ergebnisse der Beratungsleistung liefern konkrete Empfehlungen zur Anpassung der Parametrisierung, eine fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung der Zinsbuchsteuerung sowie die Ableitung strategischer Maßnahmen im Aktiv- und Passivgeschäft.

Inhalte

Die Beratungsleistung im Rahmen des Parameterchecks ZÄR umfasst folgende zentrale Elemente:

  • Methodischer Rahmen
     
    • Anwendung des Konzepts der gleitenden Durchschnitte zur Modellierung von Produkten mit unbestimmter Kapitalbindung.
    • Berücksichtigung von Backtesting-Ergebnissen, ex-ante-Simulationen und produktstrategischen Aussagen.
    • Einbindung von aufsichtsrechtlich anerkannten Marktzinsszenarien (z.B. +300 BP, Versteilung, Verflachung, konstant).
  • Analyseinhalte
     
    • Produktbündelung und Prüfung der Homogenität hinsichtlich Volumenstruktur und Zinsreagibilität.
    • Ableitung stabiler Volumenanteile (Bodensätze) unter Berücksichtigung natürlicher Wachstumsraten.
    • Bewertung der Zinsreagibilität nicht stabiler Volumina und Ableitung geeigneter Mischungsverhältnisse.
    • Prüfung sämtlicher Parameter, die Einfluss auf die Zinsbuchsteuerung nehmen, wie z.B. Inanspruchnahmefiktionen offener Darlehenszusagen, Tilgungsdauern, implizite Optionen im Kundengeschäft, Neugeschäftskonditionen etc.
    • Produktbezogene Empfehlungen zur Parametrisierung der gleitenden Durchschnitte.
      Auswirkungsanalysen auf Zinsrisikokennzahlen (z. B. SOT EVE, Zinsrisikokoeffizient) und Konditionsbeiträge.
  • Umsetzungsempfehlungen
     
    • Konkrete Hinweise zur Anpassung der Parametrisierung in VR-Control® (ZIM, CBS).
      Empfehlungen zur Produktstrategie, insbesondere zur Definition von Zielmargen und Margenbandbreiten.
    • Hinweise zur regelmäßigen Überprüfung der Volumenentwicklung und zur Ableitung von Sensitivitätsanalysen.
    • Optional: Empfehlungen zur Berücksichtigung impliziter Optionen und deren Abbildung in der Gesamtbanksteuerung.
  • Ergebnis
     
    • Die vorgeschlagenen Parameter führen zu einer differenzierteren Abbildung des Zinsänderungsrisikos und ermöglichen eine verbesserte Steuerung der Zinsmargen.
    • Die Herleitung und Begründung der Parameter ist klar und vollumfänglich dokumentiert.
    • Die Auswirkungen auf das ökonomische Zinsänderungsrisiko werden analysiert.
    • Die Empfehlungen können nach Beschlussfassung direkt in VR-Control umgesetzt werden.
Nutzen:
  • Verbesserung der Risikosteuerung
     
    • Präzise Abbildung des Zinsänderungsrisikos (ZÄR): Durch die differenzierte Ableitung stabiler und nicht stabiler Volumenanteile sowie die Anwendung gleitender Durchschnitte wird das tatsächliche Zinsänderungsverhalten der Produkte strategiekonform modelliert.
    • Reduktion von Modellrisiken: Die kritische Auseinandersetzung mit Backtesting-Ergebnissen und die bewusste Abweichung bei unplausiblen Ergebnissen stärken die Modellvalidität.
  • Stärkung der Gesamtbanksteuerung
     
    • Fundierte Steuerungsimpulse: Die Empfehlungen zur Parametrisierung fließen direkt in die Zinsbuchsteuerung, die Deckungsbeitragsrechnung und die Planung ein.
    • Verbesserte Entscheidungsgrundlagen: Die Ableitung von Mischungsverhältnissen und Margenbandbreiten unterstützt die strategische Produkt- und Preispolitik.
  • Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen
     
    • Compliance mit EBA/GL und MaRisk: Die Berücksichtigung von Szenarien, Sensitivitätsanalysen und impliziten Optionen entspricht den regulatorischen Erwartungen.
    • Vorbereitung auf Prüfungen: Die Dokumentation dient als Nachweis für die Angemessenheit der ZÄR-Steuerung gegenüber Aufsicht und Wirtschaftsprüfern.
  • Unterstützung der Produktstrategie
     
    • Ableitung von Zielmargen und Konditionsspielräumen: Die Analyse liefert konkrete Hinweise zur Margensteuerung und zur Definition von Produktzinskorridoren.
    • Identifikation von Umschichtungsrisiken: Durch die Analyse der Kundenzinsreagibilität können potenzielle Volumenverlagerungen frühzeitig erkannt und adressiert werden.
  • Effizienzsteigerung in der Umsetzung
     
    • Klar strukturierte Handlungsempfehlungen: Die Umsetzungshinweise für VR-Control (ZIM, CBS) ermöglichen eine direkte technische Umsetzung ohne Interpretationsspielraum.
    • Standardisierte Methodik: Die Verwendung etablierter Verfahren (z. B. gleitende Durchschnitte, Szenarien, Produktbündelung) sorgt für Vergleichbarkeit und höchste Standards im Risikomanagement.

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